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Urlaubszeit mit Datenschutz

Wir haben unsere Smartphones im Urlaub mit einer Selbstverständlichkeit dabei, wie es früher die Kleinbildkamera war. Nur heute sind sehr viel persönliche Daten ständig mit an unserer Seite. Wie kann der Umgang mit unseren Daten im Ausland werden? Was kann man dagegen tun?

Der Datenschutz beginnt selbst in dem europäischen Ausland bereits bei der Planung. Denn selbst in Europa gibt es Länder, die bei der Einreise an der Grenze zur Bedingung machen, dass man sein Smartphone, Laptop vorzeigen muss. Als Folge dessen, werde ich mein Laptop, das ich auch beruflich nutze, nicht mitnehmen, um die Möglichkeit einer Spionage meines Unternehmens/Arbeitgebers zu vermeiden. Selbst um den Zugriff auf die Social Media-Accounts wird gebeten. Was das bedeuten kann, liegt klar auf der Hand: Kaperung des eigenen Sozialbereichs durch den betreffenden Staat.

Aber auch das was bei uns als relativ sicher gilt und aus Bequemlichkeit gerne mitgenutzt wird, kann im Ausland zur Gefahr werden: WLANs. Hotels bieten ihren Gästen meistens ein WLAN zur Mitnutzung an. Was ich jetzt nicht weis ist, was macht der verantwortliche Administrator in diesem Netzwerk mit meinen Daten. Es ist super leicht für einen versierten IT-Administrator mittels tcpdump und wireshark die Datenströme aufzuzeichnen und mitzulesen. Auf diese Weise kann man meine Logindaten und vor allem Passwörter abgreifen.
Fazit dazu ist, dass ich über die WLANs nichts Sicherheitsrelevantes mache, wie Passwörter für Social Media-Accounts einzugeben, schon gleich gar nicht werde ich meine Bankdaten darüber nutzen. Stattdessen sorge ich vor der Abreise, dass ich genug Datenvolumen für meine Urlaubszeit aufgetankt habe.

Ganz hip ist inzwischen die Fotografie mit dem Smartphone oder Digitalkameras mit Internetanschluss und die damit verbundenen Apps wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Inzwischen ist jedem bewusst, dass die Urlaubfoto sich sehr schnell im gesamten Internet verbreiten können. Das ist aber zum Glück steuerbar indem ich meinen Adressatenkreis entsprechend einschränke. Gerade Facebook und Instagram sind hier im Streuen der Daten sehr schnell, weshalb es sich lohnt extra Gruppen wie Familie und engste Freunde mit Leserechten anzulegen. Selbst der Sportverein ist bereits kritisch, weil ich nicht weis, wer nicht doch meine Daten downloaded und anders nutzt.
Unter diesen Aspekt ist selbst WhatsApp kein guter Kandidat zum Austausch der Bilder, vor allem die Gruppenfunktion von WhatsApp ist in Bezug auf Datenschutz ein Todschlag-Argument.
Mittlerweile hat sich die Corona-Warnapp der Bundesregierung etabliert, funktioniert die jedoch nur in Deutschland. Allerdings gibt es mittlerweile auch in anderen Ländern von staatlicher Seite Warnapps, die ähnlich funktionieren. Es gibt auch zahlreiche private Anbieter für die Warnapps, deren Nutzung ich mir sehr genau ansehen und vor allem überlegen würde. Denn solange ich nicht ganz genau weis, was der private Anbieter mit meinen Daten macht, werde ich eine solche App nicht nutzen.