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Für Viele ist Google immer noch ein Schwarzes Loch

Google entstand aus der 1996 von Larry Page und Sergey Brian entwickelten Suchmaschine BackRub und ist seit dem 15. September 1997 als Google online. Was Google alles über Sie weiß und wie sich die Daten löschen lassen, erfahren Sie hier.

 

Das Geschäftsmodell von Google basiert auf der Sammlung von Nutzerdaten aus unterschiedlichen Quellen, damit den Nutzern möglichst passende werbliche Inhalte angezeigt werden können. Deshalb erstellt die Suchmaschine aus den gesammelten Daten ein Profil. Mittlerweile kommen diese Daten nicht alleine nur aus der Google-Suchmaschine, sondern unzählige Dienste wie Youtube, Google Ads, Googe Analytics und vor allem Android und Apps tragen dazu bei, dass Google genug über uns weiß.
Mittlerweile ist Google transparenter geworden - insbesondere durch den Druck durch die Europäische Union - und zeigt inzwischen einigermaßen übersichtlich, welche Nutzerinformationen auf den Unternehmensserver abgelegt sind. Unter diesem Link kommen Sie zu Ihren Daten.

Übersicht über alle Ihre Aktivitäten

Es spielt mittlerweile keine Rolle mehr, wie Sie die Produkte von Google nutzen, die Sammelwut von Google und die Informationen Ihre Aktivitäten finden Sie in dieser strukturierten Übersicht. Egal, ob Sie Ihr Andriod Smartphone, Gmail oder den Chrome-Webbrowser nutzen, hier finden Sie für jeden Tag zu jeder Stunde wieder, was Sie mit welche App gemacht hatten, welche Webseiten Sie besucht hatten, welche Artikel Sie wann gelesen hatten. So wird praktisch alles das angezeigt, was Google über Sie erfährt: Welche Orte Sie besuchen, auf welchen Seiten Sie unterwegs sind, welche Videos Sie anschauen und wonach Sie auf Google suchen.
Google weiß ganz genau, wie oft Sie Whatsapp benutzen und welche zusätzlichen Programme sonst noch im Hintergrund aktiv sind.

Mittlerweile gibt Ihnen Google die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, in wie weit und vor allem welche Aktivitätsdaten gespreichert werden sollen. Das Kontrollzentrum bietet dazu die Möglichkeiten des Abschaltens der Standortverfolgung, so dass die Suchmaschine nicht mehr Ihren Standort abspeichert respektive Ihr Suchverhalten verfolgt.

Wollen Sie in Zukunft die Datenspeicherung durch Google verhindern, dann deaktivieren Sie die jeweilige Option im Kontrollzentrum. Allerdings werden in einigen Fällen bestimmte Dienste nicht mehr richtig funktionieren. Deaktiviert zum Beispiel man die Sprach- und Audioaktivität, dann kann unter Umständen das „Ok, Google“-Kommando zur Aktivierung des Assistenten nicht mehr richtig erkannt werden.

Wichtig zu wissen ist an dieser Stelle auch, dass das Deaktivieren des Aktivitätentrackings noch lange nicht die bereits vorhandenen Daten gelöscht werden. Das muss man gesondert erledigen. Das eben dargestellte Scenario dient lediglich dem Pausieren des Trackings.

Welche Ihrer Geräte nutzen die Google-Dienste?

Auf welchen Geräten Sie mit dem Google-Account angemeldet sind und wann diese zuletzt genutzt wurden, erfahren Sie unter diesem Link. So erfahren Sie neben dem Gerätenamen zum Beispiel unter anderem, an welchen Standorten sich welches Gerät zuletzt befand und welche Browser darauf zuletzt genutzt wurden. Sollte eines diseer Android-Geräte aus der Liste abhanden gekommen sein, ohne dass Sie Ihren Google-Account vorher entfernt hatten, dann kann das entsprechende Gerät direkt von der Liste entfernt werden. Damit werden Sie von allen Google-Apps auf dem jeweiligen Gerät ausgeloggt.

Big Brother is watching you

Viele Apps auf Ihrem Android-Gerät erfordern, um überhaupt zu funktionieren, die eingeschaltete Ortungsfunktion und tatsächlich ist das GPS auch per Default eingeschaltet. Die erfassten Daten speichert Google übersichtlich in einer sogenannten „Timeline“ zusammen und auf Google Map wird jeder einzelne besuchte Ort markiert. Anders ausgedrückt, Google führt detailiert Buch darüber, an wie vielen Orten Sie bereits waren und zeichnet für jeden Tag das Bewegungsmuster auf.
Das geht soweit, dass sogar zwischen den unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln wie Nahverkehr, Gehen, Auto und Flugzeug differenziert wird. Im Gegenzug dazu bekommen Sie den Service geboten, dass Sie diese Informationen in der Google Timeline nicht nur ansehen, sondern auch bearbeiten und mit Bildern ergänzen können.

Selbst vor Videos wird nicht haltgemacht

Nachdem Youtube ein Teil von Google ist, weiß man auch hier, wonach Sie als Nutzer bei Youtube gesucht haben und vor allem, welche Videos Sie sich angesehen haben. Das mag zwar ganz nützlich sein, will man sich etwas zurückholen, was man mal früher gesucht respektive angesehen hatte. Aber es sind eben auch Informationen über Sie in den Händen besser Datenbanken eines Konzerns.

Datenzugriffe durch installierte Apps

Aber auch andere Apps wollen Daten abgreifen - direkt oder im Hintergrund. Welche das sind und wie viele Online-Dienste mit dem Google-Account verknüpft sind, wird hier aufgelistet. Sie sehen hier diese Anwendungen, bei denen Sie der Verknüpfung bereits zugestimmt haben und auf welche Daten diese jeweiligen Dienste zugreifen können.

Löschen aller gesammelter Daten bei Google

Es ist allerdings auch möglich, dass Sie Ihre Daten bei Google löschen. Generell können Sie in der Aktivitätenübersicht initialisieren. Grundsätzlich lassen sich die Daten in jeder Kategorie, zu jeder App manuell löschen. Dabei lassen sich der Zeitraum beliebig eingrenzen:
Hier findet sich die Möglichkeit der Löschung aller Daten von heute, gestern oder aus den letzten sieben respektive 30 Tagen. Alternativ besteht die Möglichkeit der Eingabe des Zeitraums, für den die Daten aus dem Aktivitätsverlauf gelöscht werden sollen. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit sogar nur einzelne Dienste wie etwa Youtube oder GoogleMaps zur Löschung der Daten auszuwählen.

Mittlerweile bietet Google die automatische Löschfunktion der ausgewählten Daten an. Die Benutzer können so sicher gehen, dass Ihre Daten in regelmässigen Zeiträumen automatisch von den Servern von Google gelöscht werden. Zur Auswahl stehen die Löschung nach drei Monaten, 18 Monaten oder nach 36 Monaten. Google behält sich hier durchaus noch genügend Zeit vor, um die gesammelten Daten weiterzuverarbeiten.
Wer also nicht möchte, dass seine Daten für das Geschäftsmodell von Google genutzt wird, kommt um eine kurzfristige, regelmäßige und manuelle Datenlöschung nicht umhin. Oder man sperrt die Sammlung von Daten ganz, mit der Konsequenz, dass dann einige Apps nicht mehr funktionieren werden.

Download aller gesammelter Daten

Google muss inzwischen auch alle gesammelten Daten seinen Nutzern zur verfügung stellen. Wie man sieht, kann man hier das auswählen, was man überrüfen respektive einsehen möchte. Anschliessend wählt man die Übermittlungsmethode der Export-Datei und deren Häufigkeit und den Datei-Archivtyp (.zip, .tgz) sowie die Dateigröße. Je nach Größe der Datei kann die Bereitstellung mehrere Stunden bis Tage dauern, bis sie zum Download bereitsteht.

Ansehen kann man sich die Daten nach dem Entpacken mit den Bordmitteln (meistens Webbrowser) des eigenen Betriebsystems.